Ich weiß nicht, wie es Ihnen damit geht. Ich persönlich bin auch ganz außerpolitisch vollkommen ratlos über das Ausmaß an Haß, Häme und Niedertracht, das derzeit – auch jetzt, wo man das Wild doch erlegt hat! – gegen Ypsilanti mobilisiert wird. Schlimmer noch, bösartiger noch als bei Kurt Beck. Jeder darf mal! Es muss wirklich ganz viel Spaß und Freude bereiten, auf jemandem herum zu trampeln, der bereits am Boden liegt.
Vielleicht ist mein kleiner Zwischenruf gar nicht so außerpolitisch. Um Inhalte geht es denen nicht. Denn ihre schwungvolle Moral („Wahlbetrug“) will sich so gar nicht mit Christa Goetsch auseinandersetzen – immerhin eine Politikerin, die im Gegensatz zu Ypsilanti die Wähler wirklich betrogen hat. Wenn es dieser haßerfüllten, auch persönlich wirklich widerwärtigen Kampagne also nicht darum geht, Anstand und Glaubwürdigkeit wieder herzustellen – worum dann? Und möchte man von Politikern regiert werden, die eine solche Kampagne inszenieren bzw an ihr partizipieren?