Selbst die WELT kommt nicht darum herum, dieses Ergebnis einer Umfrage zu veröffentlichen. Der – leider schlechte – Witz dabei: Die Mehrheit sieht es völlig richtig – mit einer Ausnahme. Wir werden keine Zweiklassenmedizin bekommen. Wir haben sie längst:
Einen empirischen Hinweis auf unterschiedliche Wartezeiten erbrachte eine Studie der Universität Köln von 2006 auf Basis einer Stichprobe von 189 Facharztpraxen. Demnach müssen gesetzlich Versicherte im Durchschnitt drei Mal so lang auf einen Termin beim Facharzt warten wie Privatversicherte.
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Dezember 1, 2008 um 9:53
Um nur mal ganz kurz die Problematik aus Sicht der niedergelassenen Ärzte zu beleuchten: Für einen normal kranken Kassenpatienten bekommt man als Allgemeinarzt pauschal im Quartal, als für 3 Monate, rund 40 Euro brutto. Das sind 20 Euro netto, und nach Abzug der Praxiskosten wie etwa für Arzthelferinnen und Miete 10 Euro. Für 3 Monate Arbeit. Davon kann keine Arzt exisitieren. Es ist also völlig logisch, dass Ärzte die Privatpatienten hofieren, denn ohne diese wäre auf längere Sicht eine Praxis gar nicht mehr ohne Verlust zu betreiben. Und nun bedenke man, dass Ärzte auch noch zunehmend durch Rückzahlungen oder sogar Bußgelder, die in die Zehntausende gehen können, von den Kassen bestraft werden.