16.10.2007, ARD Börse

Ehre, wem Ehre gebührt. Nicht wir haben es recherchiert, sondern der User „Cygnus“ auf http://www.politik-forum.eu.

Die sagenhafte ARD-Börse berichtete am 16.10.2007 (kein Tippfehler: Zweitausendsieben!):

Das Schlimmste ist nach Einschätzung der Finanzmarktprofis wohl überstanden: Die wichtigsten Abwärtskorrekturen in Folge der US-Hypothekenkrise sind überstanden. Das signalisiert der nahezu unveränderte ZEW-Indikator.
ZEW-Konjunkturindex Oktober 2007 (Quelle: ZEW | Grafik: boerse.ARD.de) vergrößernDer ZEW-Index für die Konjunkturerwartungen hat seine Talfahrt gestoppt.

Wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag mitteilte, lag der Index für die Konjunkturerwartungen im Oktober wie schon im Vormonat bei minus 18,1 Zählern. Volkswirte hatten im Schnitt einen deutlichen Rückgang auf minus 23,5 Punkte erwartet.

Die Stabilisierung bedeutet eine leichte Entspannung. Zuvor hat sich der Indikator nämlich vier Monate in Folge eingetrübt.

Die nahezu unveränderte Erwartungshaltung der befragten Experten zeige, dass die wichtigsten Abwärtskorrekturen in Folge der Finanzkrise abgeschlossen zu sein scheinen, schreibt das ZEW.

Soviel zur Kompetenz der Wirtschaftsprofis, der harten Männer der Tat, die es ja „wissen müssen“.

Screenshot is taken, damit uns nicht dasselbe passiert wie beim berüchtigten Asmussen-Aufsatz, der dann online auf einmal nicht mehr erreichbar war.

Unser Tipp: Behalten Sie dieses prognostische Desaster der ach so realistischen Männer der Tat im Auge, wenn Ihnen wieder einmal „Profis“ angedient werden, die „genau wissen, wie es in der Wirtschaft so zugeht“.
Dies betrifft insbesondere auch die famosen, „realistischen“ Börsensendungen der öffentlich-rechtlichen Medien.

So wird mit dem begriff „Experte“ Stimmung gemacht!

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4 Antworten to “16.10.2007, ARD Börse”

  1. Kuchentester Says:

    Wer jemals geglaubt hat, dass er bei ARD-Börse im Ersten relevante Informationen erhält, dem ist eh nicht zu helfen.

    Aber ich ja nicht unausgewogen erscheinen: Die anderen Medien stehen ja nicht viel besser da. Auch dort Spin und Fehlinformation an allen Ecken und Enden. Das geht bis hin zur Zensur. Eines der krassesten Beispiele, das ich in der letzten Zeit mitbekommen habe, ereignete sich im Handelsblatt-Blog. Dort wurde ein krititscher Beitrag über die Einlagensicherung und die Commerzbank einfach gelöscht. Siehe Geschmacksvolatil und
    hier

    Ansonsten: Weiter so!

  2. demokratie-ist-wichtig.de Says:

    Bin ohnehin der Meinung, man sollte mal eine schöne Nebeneinanderstellung machen von „das sagte er/Sie damals und das sagt er/sie heute“. Aber ich wiederhole mich.

  3. wahlkampfanalyse2009 Says:

    @ kuchentester: kein Einwand meinerseits!

    @ demokratie-ist-wichtig: nichts anderes versuchen wir hier u.a. zu leisten.

  4. Markus Says:

    Den Märchenonkels und -tanten im Börsen-TV ist nun wirklich nicht zu trauen. Wer zur Abwechselung aber mal die Wahrheit erfahren möchte über die negativen Folgen der neoliberalen Globalisierung nicht nur, aber auch der Finanzmärkte, ist auf den Webseiten von Joachim Jahnke an der richtigen Adresse:

    http://www.jjahnke.net/index.html
    Informationsportal Globalisierung – Standort Deutschland – Neoliberalismus – Falsche Rezepte, Joachim Jahnke

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